hat in seinem noch gar nicht so sehr langen Leben schon einige Wege beschritten: als Musiker ist er studierter und zertifizierter Hackbrett – und Zitherer, Galeriebetreiber, Kellner, Herausgeber eines Kunstbandes war er auch schon und jetzt sieht er sich aktuell den Lebensraum Behörde beim Bezirk Oberbayern an. In der seltsamen Coronaphase, da uns die Welt […]
Elisabeth Kulman ist nicht nur eine begnadete Mezzosopranistin, sondern auch eine unbeugsame. Sie hat sich trotz ihres großen Erfolges entschlossen, dem Opernbetrieb den Rücken zu kehren und am 5.7.16 war es so weit, daß wir ihren (mit tatkräftiger Hilfe von Tscho Theissing) selbstkonzipierten Soloabend in einer ehemaligen Seifenfabrik auf die Beine stellten. Sieben Musiker vom Burgenland bis Fraßhausen (mit einem gewissen Schwerpunkt in Wien) hatten die Ehre, mit ihr das genreübergreifende Programm „La femme c´est moi“ für die „Styriarte“ in Graz zu musizieren.
Beteiligte Künstler:
Aliosha Biz Eduard Kutrowatz Elisabeth Kulman Franz Bartolomey Gerald Preinfalk Herbert Mayr MR Tscho Theissing
Stefan Wilkening erlebte ich vor vielen Jahren als Rennschwein Rudi Rüssel (also dem gleichnamigen Kinderstück) zusammen mit dem Schlagzeuger Stefan Blum und war baff. Dieser großgewachsene Erzähler geht auf´s Ganze und schont nicht sein. Es wird gelispelt, gedonnert, gequietscht und gesäuselt, als würde ein ganzes Theaterensemble in seiner Gurgel werkeln. Das höchst animierte Auditorium bekam gleich viele treffliche Akteure zum Preis von zweien.
Joachim Król studierte von 1981 bis 1984 an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule in München, später spielte er an den Schauspielhäusern von Bochum und Köln, wirkte in zahlreichen Kino – und Fernsehfilmen mit, war sowohl Tatortkommisar, als auch Commisario Guido Brunetti und ist überhaupt ein äußerst erfolgreicher Mime.
Beteiligte Künstler:
Christoph Dangelmaier Ekkehard Rössle Joachim Król MR Omar Placencia Samir Mansour
„Die Augen der Salome …“ hieß es im Refrain der Lobrede, die ihre Laudatorin Yara Taal in Schwabing so herzerfrischend hielt. Ja, das stimmt! Unergründlich und geheimnisvoll sind sie – sprühend, glühend und tief und sehr apart. Was auf die ganze Person zutrifft. Eine Cellistin, Schauspielerin, Interpretin der Neuen Musik, Komödiantin mit absolutem Gehör – wo gibt´s denn sowas?
Haben Sie die Werfelverfilmung „Die blaßblaue Frauenschrift“ von Axel Corti gesehen? Abgesehen davon, daß der vielfach ausgezeichnete Film unbedingt sehenswert ist, auch dank der großartigen Schauspieler, gibt es die Besonderheit, daß die Hauptfigur Leonidas, ein Parvenue, von einem waschechten Grafen gespielt wird.
Haben Sie Michaela May als die Königin Kathi von Mandalia in Kir Royal, oder die Susi Hillermeier in den Münchner G´schichtn gesehen, um nur zwei Fernsehkultserien zu nennen? Das Publikum liebt sie zurecht und es ist ein Vergnügen mit ihr aufzutreten.
Er ist den Hörern von BR 2 mit seiner „Zeit für Bayern“ natürlich ein Begriff. Sowohl die sonore Stimme, als auch die gewitzte und temperamentvolle Herangehensweise des Autors und Redakteurs. Ein Füllhorn an Wissen über mannigfaltige Themen rund um den bayrischen Kosmos mit heimlichem Schwerpunkt Niederbayern möchte sich ausschütten und das Publikum dankt es ihm gerührt. Praktisch kein Abend, wo nicht sofort ein Re-Engagement stattfinden würde.
Als ich die Schauspielerin Krista Posch das erste Mal sah, trug sie ein schlichtes schwarzes Kleid und eine Schwanenfeder im Ohr. Sie sang – von Peter Ludwig am Klavier begleitet – das Lied vom späten Mädchen und den Schwänen. Diese Gesamterscheinung samt sprödem Charme haute mich um. Das war auf einer BR–Aufzeichnung vom Brettl aus dem Lustspielhaus, bei dem ich quasi zur Hausband gehörte. Ich wünschte mir dringend nähere Bekanntschaft und die ergab sich, und außerdem unser Duoprogramm „Himmels Macht Liebe“ und ein Quartettprogramm namens „Erogene Zone“, bei dem sie einen pinken Overall trug, was sie sich durchaus leisten konnte. Dann gingen wir wieder eine Zeitlang unserer Wege um uns jetzt bei einem Rilkeprogramm erneut zu begegnen.
Die Wiener Theatermusiker sind ein handverlesener Pool von Musikern, die in unterschiedlichen Besetzungsgrößen zum Einsatz kommen. Während sie über viele Jahre nur den Burgtheaterdoyen Michael Heltau auf seinen Chanson-Abenden begleiteten, öffnen sie sich jetzt auch für andere Künstler, wie aktuell die Schauspielerin Nicole Beutler.
Beteiligte Künstler:
Bettina Gradinger Herbert Mayr Klaus Gesing Lorenz Raab Michael Heltau Michael Kahlig MR Nicole Beutler Otmar Binder Tscho Theissing
Christian Gruber und mich verbinden ähnliche Vorlieben, was Musik, Sprache und Humor angeht. Eine Besetzung, die sicherlich technisch anspruchsvoll sein mag, aber wo man sich ruhig auch was trauen darf, denn im Zweifel wird sich eins gelacht und gesungen.
Feinsinnigste Arrangements und Kompositionen von dem preisgekrönten Komponisten Rudi Spring, den ich persönlich für einen der interessantesten Musiker unserer Epoche halte. Trotz bekennender Anbindung an die Klangmeister der Vergangenheit stößt er in ganz eigene Musikwelten vor und versteht es, in gescheiten und liebevollen musikalischen Einführungen den Hörern die Ohren zu öffnen.
Rudi Springs Kompositionen sind geistvoll, lustig, anspruchsvoll und entbehren, obwohl modern, doch nicht des Rhythmus und der Melodie. Das mache ihm heute in dieser Branche mal einer nach!
Beteiligte Künstler:
Christian Wolff MR Norbert Nagel Rudi Spring Senta Berger
Das Quartett nonSordino vereinigt vier Individuen auf der Bühne, die mit Geige, Violoncello, Kontrabaß und Akkordeon Ihre Hörgewohnheiten in Frage stellen werden. Große Orchesterwerke werden hier quasi im Negligé präsentiert und mächtige Orgelstücke dank der Aufteilung in vier Instrumente, von denen wenigstens eines eine ganz andere Klangfärbung hat, ungewohnt transparent gehört. nonSordinos Fangemeinde wächst mit jedem neuen Programm, auch dank Peter Bachmanns ornamentenreicher Moderation.
Beteiligte Künstler:
Esther Schöpf MR Peter Bachmann Philipp Stubenrauch
Mit Esther Schöpf, ganz aus der Klassik kommend und in entspanntere musikalische Zusammenhänge strebend, traf ich, aus relativ entspannten musikalische Zusammenhängen in ambitioniertere strebend im Salonochester „La Rose Rouge“ von Walter und Ulrike Erpf zusammen. Unsere Wege kreuzten sich mal in die eine, mal die andere Richtung und so ergibt sich über die Jahrzehnte ein schönes Zopfmuster.
Poesie und Verzauberung. Innovation und kühner visionärer Wurf. Was ein Puppentheater alles sein kann, wissen die Menschen, die schon einmal (oder dann eher vielfach) die Möglichkeit gehabt haben, ein Programm der Puppet Players zu erleben. Eine Erzählform weit jenseits des sogenannten Regietheaters, was viele Theatergänger erfreuen und trösten könnte. Von diesen Programmen läßt sich nachts unbesorgt träumen.
Beteiligte Künstler:
Heinrich Klug Koni Wipp MR Stefan Fichert Susanne Forster
Das Wiener Kaffeehaus ist eine Institution, die sich bisher über alle Weltuntergänge retten konnte und in der Literatur, Lebensart, Kunst, Musik zu äußerst feinen Blüten kristallierte. Dort treffen sich Schauspieler, Schausteller, Schurken, Schornsteinfeger, schillernde Literaten, Musiker, verkannte Genies und ortsbekannte und -unbekannte Persönlichkeiten.
Das Odeon Tanzorchester unter der Leitung von Sissi Gossner ist ein herrlicher Anachronismus. Wir drehen die Zeit zurück in eine elegantere Epoche, in eine Zeit des Flirts, der einwandfreien Unterscheidung zwischen Damen und Herren.